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Was tun? N ahezu alle unsere Mitgliedsunter- nehmen suchen händeringend nach ausgebildeten Fachkräften, Querein- steigern, Arbeitnehmern und Arbeit- nehmerinnen, die was leisten können und dies auch wollen. Besonders frustrierend erweist sich diese Suche im Bereich der Ausbildung. Hier höre ich immer die gleichen Hemmnisse, welche die erfolgreiche Lehrlingssuche besonders erschweren: Kaum jemand kennt den Beruf und wenn man dann endlich einen Azubi gefunden hat, dann scheitert es oft daran, dass die Heimatferne der Berufsschule und die der Überbetrieblichen Ausbildung abschrecken, besonders dann, wenn der oder die Ausbildungswillige noch nicht volljährig ist (Lesen Sie hierzu die Aussage von Kilian Poth auf die Frage, wie es mit der Ausbildung in seinem Betrieb aussieht auf Seite 24.). Was dann folgt ist durchaus zu Recht die Frage: „Was tut hier eigentlich der DHBV?“ Die Antwort: Vieles, was möglich ist, aber „Vieles“ ist bekanntlich nicht genug und „Vieles“ ist auch selten so gut, dass man es nicht noch besser machen könnte. Da hilft es auch nicht darauf zu verweisen, dass die beiden oben genannten Haupthemmnisse wie in einem Teufelskreis zusammenhängen. Ohne Lehrlinge keine neuen Standorte und ohne neue Standorte keine neuen Lehrlinge. So bilden mittlerweile unsere Standorte Weimar und Augsburg man- gels ausreichender Lehrlingszahlen nicht mehr aus. Und da die Entscheidung über Schulstandorte bei den entsprechenden Kultusministerien liegt, ist es schwer genug allein das derzeitige Angebot bei sinkenden Lehrlingszahlen zu halten. Was bleibt, ist verstärkt den Fokus darauf zu setzen, wo auch im 17. Jahr nach Ausbildungsstart noch sehr viel Luft nach oben ist: nämlich in der Erhöhung des Bekanntheitsgrades des Holz- und Bautenschutzes als attraktiven Ausbildungsberuf mit hervorragenden Zukunftsperspektiven. Unterstützung haben wir hier erneut vom ZDH in Person von Dr. Hendrik Voß, Referatsleiter in der Abteilung Berufli- che Bildung, erhalten. Denn nach der Aufnahme unseres Gewerkes vor zwei Jahren in den Berufswettbewerb des Handwerks, was von den Ausbildungs- firmen der Landes- und Bundessieger werblich hervorragend genutzt werden kann (siehe hierzu ab Seite 42), hat Herr Dr. Voß uns nunmehr die Möglichkeit eröffnet, den Holz- und Bautenschutz im Rahmen der Aktion „Digitale Elternaben- de“, veranstaltet von der Bundesagentur für Arbeit, unter „Klimarelevanten Handwerken“ mit einem Kurzfilm vor- zustellen. Die Beantwortung der Fragen aus dem Teilnehmerkreis übernahm souverän unser Ausbildungsbotschafter Robin Hannes, Bundessieger im Bau- tenschutz 2022. Über die Dreharbeiten des Kurzfilms berichten wir auf Seite 40. Ein anderes Beispiel aktiver Werbung um Azubis ist die Direktansprache auf Ausbildungs- und Praktikumsmessen (lesen Sie hierzu Seite 41). Wenn auch Sie es unserem Mitgliedsunternehmen HoBa Ingenieurbau GmbH aus Berlin gleichtun wollen: wir unterstützen Sie gerne durch die Bereitstellung von Roll- ups und Werbeflyern. Herzlichst Ihr Friedrich Remes I GLOSSE I I EDITORIAL I „Das fängt ja gut an…“ …kaum hat das neue Jahr seine Windeln abgestreift, eskalieren die Ereignisse dermaßen, dass man sich wünscht, gar nicht erst rüber gekommen zu sein. Schneechaos auf Feldwegen und Autobahnen, und das im Winter. Bauernkrieger, die überraschender- weise pferdestallausmistende Finanzmi- nister nicht als ihresgleichen akzeptieren wollen. Vom Schnörres-Claus instrumen- talisierte Schienenfahrzeugführer, die, anstatt Ihre Loks, den Streik Fahrt aufnehmen lassen und das ...pünktlich. Und als die Bahn eines Morgens endlich wieder fährt, bleibt Bus- und Bodenper- sonal in den Betten – das nennt man eine gelungene konzertierte Aktion. Geheimtreffen brauner Anzugträger unter österreichischer Führerschaft. Hunderttausende auf den Straßen der Republik demonstrieren „Gegen Rechts“, was von den rechtspopulis- tischen Partygranaten erster Ordnung durchaus positiv gesehen wird, weil nach ihrer Logik damit die restlichen 84 Millionen „Für Rechts“ zu verorten sind. Die rote Sahra fischt nicht nur in linken Gewässern, sondern auch in braunen Tümpeln nach strammen Gefolgsleuten für ihre neue Partei, die genau wie „America First 2.0“ in den Startlöchern steht. Aber genug der Jammerei, es gibt durchaus auch Licht am Ende des Tun- nels, denn auch die schwärzeste Stunde hat nur 60 Minuten, was man hin und wieder erleichtert bei Regierungser- klärungen diverser Ampelmännchen feststellen darf. Auch freut sich der Glossist erstmals seit langer Zeit über seine fortgeschritte- ne Bejahrtheit, angesichts des Umstands, dass seit Anfang dieses Jahres das Ren- tenalter auf 66 Jahre angehoben wurde, beizeiten nachdem er diese Hürde genommen hat. Und schließlich freut es den Christian sicherlich, dass er für anstehende Frank- reichreisen als Alternative noch einen Porsche in der Garage stehen hat, wo doch in Paris die Tages-Parkgebühr für SUVs mittlerweile den Gegenwert des NATO-Verteidigungshaushalts erreicht. Zum Schluss lassen dennoch ein paar Wermutstropfen das Kölsch bitter schme- cken: Deutschland wird nicht Handball- europameister. Deutschland wird nicht Fußballeuropameister. Deutschland wird nicht Handball-Olympiasieger. Deutsch- land wird nicht Fußball-Olympiasieger. Okay, vielleicht ist die Einschätzung bei den letzten drei Punkten ein biss- chen nihilistisch, aber erfahrungsgemäß zerstört bei diesen Ballsportarten nichts einen Moment so perfekt wie eine Er- wartung. In diesem Sinne: …manchmal kann man eben nichts machen – außer weiter… Ihr Ralf Hunstock

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