S&E Glossary

Schützen & Erhalten · Dezember 2019 · Seite 29 FACHBEREICHE I SACHVERSTÄNDIGE Das Messbeispiel beschreibt die Messung an einer Tunnelinnenschale der Betongüte C30/37 zur Ermittlung des absoluten Feuchtegehalts vor dem Auf- bringen einer Hydrophobierung. Parallel zur Rasterfeuchtemessung erfolgte eine zerstörende Beprobung an drei Tunnel- wandsegmenten per Bohrkernentnahme und nachfolgender Darr-Trocknung. Die Rasterfeuchtemessung wurde an drei Feldern der Tunnelinnenschale mit je 4 Sensoren verschiedener Eindringtiefe aufgenommen und jeweils mit reprä- sentativ genommenen und zerstörend ermittelten Referenzwerten verglichen. Im Ergebnis dieses Vergleichs ergibt sich eine hervorragende Übereinstimmung beider Verfahren, die Messabweichung ist kleiner als 0,3% Wassergehalt. Kontrolle von Hydrophobierungen Zur Verbesserung des Schlagregen- schutzes werden auf Außenwände häufig Hydrophobierungen aufgetragen. Dabei steht zum einen die Frage, ob die absolute Feuchte eines Wandaufbaus eine Hydrophobierung überhaupt zulässt. Weiterhin ist einige Jahre nach erfolgter Hydrophobierung der Nachweis deren Wirksamkeit von Bedeutung. Beide Aufgabenstellungen können mit den Handgeräten der MOIST- Serie hervorragend und einfach gelöst werden, eventuell in Verbindung mit dem Wasseraufnahme-Messgerät WAM 100 B. An einer nicht hydrophobierten Wand ist die Schwankungsbreite der Feuchtemesswerte nach einem Schlag- regenereignis bedeutend größer als an einer hydrophobierten Wand, womit die Funktion der Hydrophobierung nachge- wiesen ist. Zusammenfassung Mithilfe von mikrowellenbasierten Ras- terfeuchtemessungen können mit den MOIST-Geräten in Betonbauwerken Feuchtemessungen absolut und relativ durchgeführt werden. Die Messung ist zerstörungsfrei auch auf großen Flächen möglich. Für nahezu alle Typen von Feuchteschäden am Bau ergeben sich darin charakteristische Merkmale, anhand derer sie in den Feuchteverteilungsbildern erkannt werden können. Bilder: hf sensor GmbH Literatur: [1] Proc. 9. Feuchtetag 1997, Weimar, MFPA Weimar, 17.-18.09.97 [2] Mikrowellenbasierte Rasterfeuchtemessung. Bautechnik 6/2007, S. 417 ff. [3] Schau an – Schicht für Schicht. Bautenschutz und Bausanierung 7/2007, S. 38ff. [4] Göller, A.. Mikrowellen–Rasterfeuchtemessungen – morphologische Beschreibung typischer Feuchteschäden in Bauwerken. Mauerwerk 2/2007, S. 111 – 115 [5] WTA-Merkblatt 4.10 Ausgabe 03.2015/D Abschnitt A.6.3 Mikrowellenmesstechnik S.18 ff. Messfeld an Tunnelinnenschale Bohrkernentnahme mittig im Messfeld Abb. 8 Absolute Feuchtemessung an Tunnelinnenschale Oberfläche Volumen Abb.9 Absolute Mikrowellen-Rasterfeuchtemessung an einer Tunnelinnenschale Es schreibt für Sie: Dr. Arndt Göller hf sensor GmbH Weißenfelser Str. 67 · 04229 Leipzig Tel. 0341-497260 · Fax 0341-4972622 E-Mail: arndt_goeller@hf-sensor.de

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